QEEG und ERPs
Beim quantitativen EEG werden Hirnströme mit 21 Sensoren aufgezeichnet. Die Hirnströme werden sowohl im Ruhezustand (jeweils mindestens 4 Minuten) als auch in verschiedenen Leistungssituationen gemessen.
Die Messung während Leistungssituationen ist von entscheidender Bedeutung: Nur in diesem Zustand kann das Funktionieren der unterschiedlichen kortikalen Funktionsebenen beurteilt und über die evozierten Potentiale ausgewertet werden. Dazu werden einfache Aufgaben über eine bestimmte Dauer dargeboten. Die Analyse gibt uns dann ganz konkrete Aussagen über den Zustand der wichtigsten mentalen Funktionen: Wahrnehmung, Verarbeitung, Lang- und Kurzzeitspeicherung sowie exekutive Funktionen (Aktivierung, Impulssteuerung, Selbstmonitoring und Arbeitsspeicherung).
Im Falle von ADHS bietet unsere Analyse eine klare Bestimmung des ADHS Subtyps und die entsprechenden therapeutischen Konsequenzen. Insbesondere ergibt sich aus den Ergebnissen ein eindeutiger „Fahrplan“ bzgl. der Therapie mit Neurofeedback.
Das QEEG ermöglicht das Messen der Auswirkung etwaiger Medikamente (Ritalin, Concerta, Strattera etc.) auf den Patienten. Hierzu werden ein QEEG vor und ein weiteres QEEG etwa eine Stunde nach Medikamenteneinnahme aufgenommen. Die Differenzanalyse erlaubt eine klare Aussage bzgl. der Wirksamkeit des entsprechenden Präparates. Ein langwieriges „Austesten“ etwaiger Medikation kann so vermieden werden.


